Kunst Kritik

Othmar Pferschy: der Fotochronist des Aufbruchs

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Abgesehen von Moscheen und Straßenszenen dokumentieren die Schwarzweißfotos von Othmar Pferschy (1898–1984) vor allem die gesellschaftliche Modernisierung der jungen türkischen Republik: Sie zeigen Mädchen, die das Schreibmaschinenschreiben erlernen, oder Architektur von Clemens Holzmeister, viele Österreicher waren seinerzeit im Land tätig. Der geborene Grazer Pferschy reiste 1926 in die Türkei, in den 30ern avancierte er zum staatlichen Fotografen und hielt diesen einmaligen Aufbruch fest – mit einem Hauch von Rodtschenko. Eindrucksvolle Dokumente einer großen Wanderausstellung, nun – im Rahmen der Reihe „WeltenbürgerInnen“ des Stadtmuseums – auch in Graz.

Stadtmuseum Graz, bis 21.2.


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