Also schossen sie die 17 Zivilisten einfach nieder

Politik | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Blackwater ist die größte Privatarmee der Welt. Dass die Welt damit ein Problem haben sollte, belegt der Journalist Jeremy Scahill imposant

Rezension: Anna Sawerthal

Kabul, 5. Mai 2009: Justin Cannon und Chris Drotleff denken nicht lange nach und drücken ab. Sie erschießen die beiden Insassen des Autos, das Sekunden zuvor neben ihnen gegen eine Hausmauer gekracht ist. Zwei unschuldige Zivilisten sterben an diesem milden Frühlingstag.

Bagdad, am 17. September 2007: Fünf US-Amerikaner verlieren im dichten Verkehr am Nisour-Platz die Nerven und greifen zu ihren Waffen. „Ein etwa zehnjähriger Junge sprang in Panik aus einem Kleinbus und wurde in den Kopf getroffen. Seine Mutter schrie auf und sprang hinter ihm aus dem Bus – und wurde ebenfalls getötet“, wird ein Augenzeuge später erzählen und fragen: „Warum nur haben sie das Feuer eröffnet? Niemand hatte auf sie geschossen.“ Die fünf Söldner, die den Konvoi eines Mitarbeiters des State Departments bewachten, erschossen 17


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