Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Wuff deckt auf: Für das Hundewohl ist jedes Mittel recht

Martin Gantner

Mit der Flut an Reaktionen hat Gerald Pötz nicht gerechnet. „Die Ähnlichkeit mit dem Judenstern“, sagt der Verleger des Hundemagazins Wuff, „war nicht beabsichtigt.“ Auch er sei doch bloß gegen Rasseverfolgung und Diskriminierung – vor allem dann, wenn Hunde und ihre Halter verfolgt oder diskriminiert werden. Stein des Anstoßes: Pötz ließ 150.000 Flyer in ganz Wien verteilen, um gegen die Idee des Hundeführerscheins zu protestieren. Darauf zu sehen: zwei Welpen, wobei einer einen Stern mit der Aufschrift „böse“ auf der Brust trägt. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) kritisierte, dass hier eine Prüfung für Hunderassen mit der Verfolgung und dem Mord an Millionen Menschen gleichgesetzt würde, und drohte mit gerichtlichen Schritten. Die Ähnlichkeit mit dem Judenstern lag auf der Hand.

Pötz änderte den Flyer. Der Stern wurde rot und rund, auf schriftlichem Weg entschuldigte er sich bei der


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