Der ganze Scheiß soll sofort aufhören!

Feuilleton | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Megahart, superdepri und ein bissl abgekupfert: Die 17-jährige Helene Hegemann liefert den literarischen Hype der Saison

Erörterung: Klaus Nüchtern

Also mal ganz ehrlich, so eine wie Mifti möchte man nicht im Haus haben: permanent zu und auf Drogen, von denen durchschnittsbehütete Existenzen zum Teil noch nicht einmal was gehört haben, dauerdepressiv, altklug und abgebrüht bis zum Abwinken – der Albtraum jedes Erziehungsberechtigten oder all jener Personen, die deren Inkompetenz jetzt ausbaden müssen.

Als Romanheldin ist sie natürlich ein gefundenes Fressen – nicht zuletzt, weil sie von einer jungen Frau ersonnen wurde, die heute gerade mal 17 Jahre alt ist. Das brachte die Authentizitäts- und Autobiografieverdachtsalarmanlage natürlich megamäßig zum Auszucken, ehe diese übertönt wurde, als vergangenes Wochenende durchsickerte, dass sich Hegemann beim Blogger Airen und dessen im vergangenen August beim kleinen Sukultur Verlag erschienenen Roman „Strobo“ etwas gar großzügig


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