„Im Büro war es angenehmer“

Feuilleton | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Lebt und arbeitet in Wien: Die Düsseldorfer Punklegende Peter Hein hat mit Fehlfarben ein neues Album herausgebracht

Begegnungsprotokoll: Sebastian Fasthuber

Merkwürdig, wie das Bild, das man sich von einem Menschen aufgrund von dessen Kunst, den Berichten der Medien oder auch nur Gerüchten gemacht hat, von der Realität abweichen kann. Mit dem arroganten Kerl, den sich ein Kollege ausgemalt hatte, hat Peter Hein nun wirklich nichts gemein. Auch von der befürchteten Unzugänglichkeit und Maulfaulheit ist beim Interview im Café Jelinek nichts zu merken, ganz im Gegenteil: Auf Nachfragen wird Hein regelrecht auskunftsfreudig, und sympathischerweise wirkt er etwas unsicher. Und er lacht viel, auch wenn man den Grund dafür in einem gewissen Galgenhumor erblicken mag.

Ist Peter Hein, der große, alte, unverstandene Mann des deutschen Punkrock, in Wahrheit ein netter, humorvoller Zeitgenosse? „Das war ich eigentlich immer schon“, behauptet Hein selbst. „Ich habe höchstens mal ein Problem,

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