Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

... dass die Passage weg ist. Die Stadtplaner der 1960er-Jahre wollten die Fußgänger weghaben von der Oberfläche – und bauten ihnen Unterführungen. Nachdem in Wien viele Passagen obsolet geworden sind (wozu gibt es Ampeln), sucht man für einige neue Konzepte. Nun wurde bekannt, was 2011 aus der Albertinapassage bei der Oper wird – ein Ess- und Tanzlokal. Betrieben von denselben Leuten, die schon seit Jahren die Unterführung beim Kunsthistorischen als Club („Passage“) bespielen. Wie machen die das bloß? Und wieso geht man zum Tanzen in den Keller?

… dass Wien wächst. Die Stadt präsentierte das aktuelle „Statistische Jahrbuch“. Zum Stichtag 31.12.2008 hatte Wien genau 1.687.271 Einwohner: 880.183 Frauen und 807.088 Männer. Das Durchschnittsalter beträgt hierzustadt 41 Jahre, fühlen Sie sich nun mittelmäßig?

… dass alle Bücher im Schrank sind. In Neubau ging das Projekt „Offener Bücherschrank“ an den Start. Ecke Westbahnstraße/Zieglergasse steht ab sofort ein schräges überdachtes Bücherregal, wer will, kann Lesestoff entnehmen und hinzufügen. Wahnsinnsidee! Ein paar Meter weiter, in der Hauptbibliothek, funktioniert ein ähnliches Konzept hervorragend.

… dass das Gasrohr leckt. Wien bleibt ein Pulverfass. Bei Routinearbeiten entdeckte man im 3. Bezirk austretendes Gas. Nach langer Suche fand man das schadhafte Rohr: Es hätte 2011 ausgetauscht werden sollen. Netterweise zog man die Bauarbeiten vor.

... dass Entlausen eine neue Adresse hat. Aber erst 2012, dann soll die städtische Desinfektionsanstalt vom Arsenal nach Simmering übersiedeln. Neuer Name: Hygienezentrum.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige