Die „Maskottchen“ wehren sich

Stadtleben | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Noch mehr Olympia: In Kanada geht’s um Gewinn – auch auf Kosten indigener Völker

Bericht: Barbara Ottawa

Noch indigener geht’s kaum – für die Olympischen Winterspiele in Vancouver hat Kanada vier indigene Nationen offiziell zu den Gastgebern erklärt. Die Medaillen sind mit Symbolen der Ureinwohner geschmückt, sie segnen die Fackel, tanzen bei der Eröffnungsfeier, und die Maskottchen repräsentieren Tiere aus der Mythologie der First Nations, so der Überbegriff für die meisten der über 500 Völker Kanadas.

Doch hinter der glitzernden Olympia-Fassade bröckelt es, denn genauso vielfältig wie die ethnische Zusammensetzung des Landes sind die ungelösten Rechtsfragen rund um das Eigentum der Indigenen und ihre Haltung zu den Olympischen Spielen.

Schon der Fackellauf zeigte, dass nicht alle Bevölkerungsgruppen gewillt sind, heile Welt zu spielen. Die Route wurde von Demonstranten blockiert, die jene Milliarden, die in die Spiele fließen, lieber in Bildung, Wohnungen und Arbeitsplatzbeschaffung


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