Die Vorher-nachher-Show

Stadtleben | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Ein Portal von Hans Hollein wurde zerstört. Ist auch der Rest in Gefahr?

Bericht: Christopher Wurmdobler

Geschäftsportale hat der Wiener Architekt Hans Hollein einige gebaut – neben zahlreichen, viel wichtigeren Großbauwerken. Oft haben diese Portale, wie Tempelchen, sehr schmale Pforten, flankiert von wuchtigen Pfeilern und Stützen. Seit den 60er-Jahren entstand so nach Entwürfen des mittlerweile 76-Jährigen auch in der Wiener Innenstadt eine Handvoll herausragender Miniaturfassaden. Holleins Geschäfte waren nicht immer zweckmäßig, aber stets ein Hingucker – und beispielgebend für bestimmte Epochen. Oft sind sie in modischer Hinsicht ein bisschen in der Zeit stehengeblieben, aber stets Dokument.

Das jüngste Geschäftsportal, die Fassade einer 1992 fertiggestellten Trafik neben dem – ebenfalls von Hans Hollein geplanten – Haas-Haus beim Stephansplatz haben Arbeiter dieser Tage entfernt. Ein riesiges Tabakblatt aus Messing symbolisierte hier bis vor kurzem den Zweck des kleinen


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