Fast wie Last Christmas

Stadtleben | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Ein Schutzhaus in den Wiener Bergen wurde zu einem echten Lokal gemacht

Lokalkritik: Florian Holzer

Irgendwo da unten, 150 Meter tiefer, leuchtet die Stadt. Autos fahren jetzt abends am Schafberg kaum mehr, sind ja auch alle schon zuhause in ihren Einfamilienhäuschen. Von drinnen leuchtet’s warm heraus, ein dicker Filzvorhang hält die Wärme in der Stube.

Hübsch ist’s hier, ein properer Holzboden, frischgestrichene Lamperie in Hellgrau, farblich gut abgestimmt mit den braunen Tischtüchern und den feinkarierten Vorhängen. Der schwarze Kamin knistert leise, in der Luft liegt smoother Downbeat. Gleich kommt George Michael rein, denkt man sich.

Wer das Schutzhaus am Schafberg vor dem Herbst noch nicht kannte, könnte den Eindruck gewinnen, dass die drei jungen Männer, die das Lokal seit November führen und hauptberuflich hippe Events veranstalten und das Palais Eschenbach mit Szene füllen, einen ziemlichen Glücksgriff getan haben. Das relativiert sich ein wenig, wenn einem Philip Keller

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