Premiere

Verdacht auf Skandal: Franzobel in der Josefstadt

Lexikon | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Vor einigen Wochen läuteten in Wien wieder einmal die Theaterskandalglocken. Grund der Aufregung war Franzobels für die Josefstadt geschriebenes Stück „Moser“. Nachdem bekannt geworden war, dass der Bruder Leichtsinn unter den österreichischen Autoren die Rolle des beliebten Schauspielers Hans Moser im Dritten Reich thematisiert, setzte es die übliche Protestnote der FPÖ-Kultursprecherin. „Ich sehe in Hans Moser eine große Kulminationsfigur des 20. Jahrhunderts“, schreibt Franzobel über sein Stück. „An ihm lassen sich Hoffnungen und Ängste, Couragiertheit und Durchlavieren zeigen, Macht und Ohnmacht des Einzelnen in den Mühlen der Geschichte.“ Die Uraufführung inszeniert Peter Wittenberg mit Erwin Steinhauer (alter Moser) und Florian Teichtmeister (junger Moser) in den Hauptrollen; die Musik stammt von Roland Neuwirth und seinen Extremschrammeln, den Hitler spielt natürlich Hubsi Kramar. Wk

Theater in der Josefstadt, Premiere Do 19.30


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