Kritiken

Ficken gegen den Schmerz und die Langeweile

Lexikon | Gerhard Stöger | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Den Titel hat sich das Theaterkollektiv Sequenz bei der Elektropunkikone Peaches ausgeborgt, die Texte zu „Fuck the pain away“ stammen von Kathy Acker (1947–1997), einer vor allem für ihre Sex- und-Gewalt-Texte bekanntgewordenen US-Autorin. „Ich werde dich geil machen, bis du nicht mehr weißt, was du tust, Schätzchen“, lautet der erste Satz des Abends, „meine Möse schmeckt nach Stinktier“ der letzte. Dazwischen liegen 50 körperbetonte Minuten, in denen sich Lust durchaus auf lustig reimen darf, obwohl der Sex vor allem den Schmerz bekämpfen und die Langeweile vertreiben soll. Und die Geschichte? Die ist nicht so wichtig, dient die Acker-Textcollage doch vor allem dazu, einen Sound zu erzeugen. Einen Sound, der alles andere als ungeil ist.

Theater Drachengasse, Bar & Co, Fr, Sa 20.00


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