Musiktheater Kritik

Gespenstersonate in der Kammeroper

Lexikon | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Höchst eigenartige Dinge geschehen im Hause des Oberst: Der Student unterhält sich mit einem toten Milchmädchen, die Mumie im Wandschrank spricht wie ein Papagei, Gespenster treffen sich zum Souper, und Direktor Hummel wird selbst zum Opfer seiner Rache. Aribert Reimann hat für seine Vertonung der „Gespenstersonate“ (1980) nach Strindberg höchst eigenartige Gesangslinien und packend opake Orchesterklänge gefunden. Peter Pawlik setzt das seltsame Stück aus dem Leichen- und Narrenhaus für die Kammeroper so unprätentiös wie gekonnt um und schafft so die Grundlage für einen musikalischen Erfolg, an dem das hauseigene Orchester unter Daniel Hoyem-Cavazza nicht weniger Verdienst hat als die Solisten, allen voran Alexander Mayr (Student) und Cornelia Horak (Adele). cf

Kammeroper, ., 20., 23., 25. und 27.2., 19.30


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