Seinesgleichen geschieht

Opernball, öffentlicher Auftrag, Heinzl und ein weiteres Fehlurteil

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Der Opernball ist für Österreich ein Schlüsselereignis. Mittlerweile kann man sagen, der Opernball ist der ORF, so sehr hat sich die Rundfunkanstalt öffentlichen Rechts diesem Ereignis anverwandelt. Der heurige Höhepunkt wurde von der Anstalt noch einmal überhöht, weil man um viel Geld den Moderator Dominic Heinzl von der privaten Konkurrenz weggekauft hatte, der gegen die Quotenmisere des ORF etwas tun sollte.

In der Quotenmisere steckt das ungelöste Strukturproblem der Anstalt, sie versteht nicht, was ihr Auftrag wäre, also bleibt ihr nur die Quote. Pech, dass der Pakt mit der Quote dem Auftrag zuwiderläuft. Es gäbe auch Kriterien für den Auftrag. Menschen guten Willens innerhalb und außerhalb des ORF ermitteln seit Jahren, was denn Public Value sein könnte. Aber der Führung des ORF ist das wurscht, denn Quote ist Macht, Macht überzeugt Politiker, von Politikern hängt die ORF-Führung ab, und so kam es dazu: Der öffentlich-rechtliche Auftrag heißt jetzt Heinzl.

Der Opernball

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