So bös, wie der Papa es sich wünscht

Falter & Meinung | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

„Axolotl Copy-Paste“: Helene Hegemann hat bloß brav erfüllt, was die Elterngeneration von ihr erwartet hat

Kommentar: Klaus Nüchtern

Wenn kümmert’s, wer spricht?“, stellte Michel Foucault eine rhetorische Frage an die Mitglieder der Französischen Gesellschaft für Philosophie, um diese auch gleich selbst zu beantworten: „In dieser Gleichgültigkeit äußert sich das wohl grundlegendste ethische Prinzip zeitgenössischen Schreibens.“

Ziemlich genau 41 Jahre nach Foucaults Rede „Was ist ein Autor?“ beruft sich Helene Hegemann auf ebendieses Ethos zeitgenössischen Schreibens, um ihre Laxheit in Fragen des geistigen Eigentums (wie Brecht es nannte) zu rechtfertigen.

Dass sie vom im August des Vorjahres erschienenen Roman „Strobo“ des deutschen Bloggers Airen abgekupfert hat, konnte Hegemann nur noch zugeben. Es tue ihr, so ihr offizielles Statement zur Plagiatsaffäre, auch echt leid, weil so was „total gedankenlos und egoistisch“ sei – einerseits; was aber andererseits

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