Nein zur Maut, Ja zum Meister! Welche Ideen nun umgesetzt werden

Politik | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

City-Maut

77 Prozent der Wähler haben sich dagegen ausgesprochen. Diese Ablehnung ist geringer als erwartet, bedenkt man, dass selbst vehemente Maut-Befürworter angesichts der Unbestimmtheit der Frage zur Enthaltung rieten. Eine Realisierung ist nun in weite Ferne gerückt, was sich auch auf andere Vorhaben auswirkt, denen die Maut Spielraum gegeben hätte, etwa Fußgängerzonen oder ein flächendeckendes Radwegenetz.

Nacht-U-Bahn

Junge gegen Alte, Nachtschwärmer gegen Frühschlafengeher, 55 gegen 45 Prozent. Kein anderes Thema polarisierte so sehr wie die Nacht-U-Bahn am Wochenende. Nun hat sich doch eine knappe Mehrheit dafür ausgesprochen. Noch im nächsten halben Jahr soll die Nonstop-U-Bahn kommen und an Wochenendnächten alle 30 Minuten durch die Stadt düsen. Später ist eine Verkürzung des Intervalls auf 15 Minuten möglich.

Hausmeister

84 Prozent der Wähler wünschen sich den Hausmeister zurück. Die Wiener SPÖ will den Hausbesorger zum Lehrberuf machen, er soll für die Kommunikation und die Reinigung im Miethaus zuständig und zu Kernzeiten anwesend sein. Statt Dienstwohnung könnte es ein Büro geben, die Stadt fordert ein neues Gesetz vom Bund. Wenn dieses nicht kommt, will sie bis 2011 eine eigene Regelung für den Gemeindebau schaffen. F(

Hundeführerschein

Obwohl keiner weiß, was ein Kampfhund eigentlich ist, waren sich 90 Prozent der Wiener einig: Er ist böse. Und sein Herrl soll nachsitzen. Stadtpolitiker werden jetzt Hunderassen auf schwarze Listen setzen, schulrenitente Kampfhundeführer werden auf Mischlinge ausweichen. Wenn sich zeigt, dass Hunde weiter beißen, wird es wohl den Führerschein für alle geben. Die Frage ist nur: Was regulieren wir dann? (Siehe Seite 35.) F(


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