„Ich bin kein Bilderstürmer!“

Feuilleton | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Der Dirigent und Komponist Johannes Kalitzke im Gespräch über seine neue Oper „Die Besessenen“

Vorbericht: Carsten Fastner

Wie klingt ein spukendes Handtuch? Für Johannes Kalitzke war das die schwierigste Frage während der Komposition seiner Oper „Die Besessenen“. Im Auftrag des Theaters an der Wien hat der 1959 in Köln geborene Dirigent und Komponist den gleichnamigen Roman von Witold Gombrowicz aus dem Jahr 1939 vertont.

Der polnische Autor erzählt darin eine seltsame Spukgeschichte: Ein greiser Fürst, von der Vergangenheit besessen und von der Erinnerung an seinen verschollenen Sohn gequält, hortet in seinem Schloss einen Kunstschatz. Ein dreister Diener, eine egozentrische Erbschleicherin, ein karrieregeiler Tennisspieler und ein beflissener Kunsthistoriker versuchen an das Erbe des Alten zu kommen.

Gestört wird ihr skrupelloses Treiben durch einen Mord – und eben durch das ominöse Handtuch, das durch einen finsteren Winkel des Schlosses spukt. „Diese Handtuchgeschichte

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