Im Zeichen der Gazelle werdet ihr siegen

Feuilleton | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Kino: „Invictus“ von Clint Eastwood

Erörterung: Michael Pekler

Der historische Film muss sich mit Jahrhunderten auseinandersetzen, in denen der Film und die ihm zugeordnete Welt noch gar nicht existierten“, schrieb Siegfried Kracauer. „Ein Geschöpf der Gegenwart, dringt der Film in die Vergangenheit ein.“

Während die Autorenfilmer Europas (Dreyer, Bresson, Straub) schon immer die kritische Abstraktion der Geschichtsschreibung (Jeanne d’Arc, Lancelot, Empedokles) bevorzugten, setzt Hollywood seit jeher auf das Prinzip der Überwältigung. Tatsächlich sind einschlägige amerikanische Historienfilme nicht unschuldig daran, dass das Bild römischer Gladiatoren und griechischer Gottheiten heute weitgehend vom Kino bestimmt ist.

In der soeben für die Leinwand adaptierten „Percy Jackson“-Reihe etwa leben Zeus und Poseidon im Empire State Building, und wenn Russell Crowe demnächst den gefühlten zweihundertsten Robin Hood mimt, werden

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