Der Schönheit Anfang im Schrecken

Feuilleton | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Geboren im Bürgerkrieg: wie drei bosnische Künstler mit dem Stigma ihrer Herkunft umgehen

Galerienrundgang: Matthias Dusini

Die Fotografie einer Romafamilie, die in der Abenddämmerung im Kornfeld steht. Der auf ein Deckchen gesprayte Name Mohamed. Ein Schwarzweißgemälde, auf dem eine Hose durch die Luft fliegt.

Es handelt sich um die Arbeiten von zwei Künstlerinnen und einem Künstler, die derzeit in Wien ausstellen und eigentlich nichts gemeinsam haben – außer ihrer Herkunft: Bosnien.

Danica Dakic, Jahrgang 1962, zeigt in der Generali Foundation Film- und Fotoarbeiten, Für das Video „Isola Bella“ (2007/08) reiste sie in das bosnische Pazaric´, um dort mit den Insassen eines Behindertenheims zu arbeiten. Der Einsatz einer Tapete mit exotischen Pflanzen und von Masken verleiht dem Spiel der Laiendarsteller einen theatralischen Zauber – etwa wenn ein Mann mit einer Katzenmaske am Klavier improvisiert.

Das Geklimper, das Theatralische, der eigens für die Projektion gebaute Kinosaal


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