In der Schokoladefabrik: die braunen Massen

Stadtleben | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

In Wien wird Schokolade nicht nur tonnenweise verarbeitet, sondern sogar noch tonnenweise erzeugt

Reportage: Florian Holzer

Man riecht, was hier gemacht wird. Zwischen Lobenhauerngasse und Ottakringer Straße duftet es nach gerösteter Schokolade. Die Hernalser haben sich im Lauf der vergangenen 110 Jahre an den exotischen Geruch gewöhnt. Auch an die zwei eindrucksvollen Gebäudeblöcke der gründerzeitlichen Manner-Fabrik, in der zur Glanzzeit mehr als 3000 Menschen arbeiteten und die heute immer noch die größte Fabrik für Biskotten und eine der größten Anlagen für Waffeln weltweit ist.

Die Schokolade wird im Keller erzeugt, noch ganz aus echten Kakaobohnen. Und zwar auch schon seit über 100 Jahren, als es Josef Manners Bestreben war, „Chocolade für alle“ zu machen. Bis vor ein paar Jahren, als der Kreativ-Chocolatier Josef Zotter seine hochmoderne Schokoladefabrik im steirischen Riegersburg baute, war Manner sogar der einzige Betrieb in Österreich, in dem Schokolade noch „aus


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