Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Saftkonzentrat

Stadtleben | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

So was freut Familien und Kitas: Fruchtsaft zum Selbstverdünnen

Man macht sich’s einfach dünne. So simpel lautet das Konzept von Less is More, einer Neuheit auf dem Getränkemarkt. Nun, könnte man einwenden, Sirup ist nichts Neues und Dicksäfte hat schon die Oma gmacht. Aber: Erstens lassen die bei Less is More den Zucker sowie Färbe- und Konservierungsmittel weg und verkaufen einfach konzentrierten Fruchtsaft. Und den verdünnt man dann zuhause (oder in der Kita) einfach mit bestem Wiener Hochquellwasser – je nach Sorte mit der bis zu achtfachen Menge. Die meisten Getränkehersteller machen schließlich nichts anderes: Sie beziehen von irgendwoher das Saftkonzentrat, verdünnen es und packen den Saft dann in Tetrapaks. Als Verbraucher schleppt man wie blöd und produziert Abfall.

Das ist auch der größte Vorteil von Less is More: Weniger schleppen, weniger Müll. Die 3-Liter-Kartons (Orange, Apfel, Multivitamin) gibt’s bei Merkur und im Internet ( www.less-is-more.at), geöffnet ist das Zeug ungekühlt bis zu drei Monate haltbar und preislich fährt man ganz gut: Der verdünnte Liter O-Saft (100-prozentig!) kommt auf knapp ein Euro, Apfelsaft auf 80 Cent.

Der Geschmack ist so lala; im Falter-Test kam Multivitamin am besten weg. Und frisch gepresst schmecken Orangen halt doch anders. Der Orangensirup kommt übrigens per Schiff aus Brasilien, die Äpfel fürs Apfelkonzentrat sind aus Österreich. Fleißige Safttrinker werden sich freuen. Alle anderen essen weiterhin Obst, wie es auf den Tisch kommt. CW


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