„Da würd ich rauslaufen“

Stadtleben | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Einstürzende Altbauten in der City: Wie sicher sind ausgebaute Wiener Häuser?

Interview: Sibylle Hamann

Wenn nicht die Opernsängerin Anna Netrebko prominente Bewohnerin wäre! So sorgte das Biedermeier-Innenstadthaus am Franziskanerplatz, das aufgrund von Bauarbeiten akut einsturzgefährdet ist und geräumt werden musste, letzte Woche für Schlagzeilen. Mitterweile dürfen auch keine Autos mehr an dem Haus vorbeifahren. Ein Experte erklärt, dass Geschäftsum- und Dachausbauten Wien ziemlich wackelig machen.

Falter: Herr Petraschka, ein Opernstar baut seinen Dachboden aus, und das Haus muss evakuiert werden, weil es Risse kriegt. Ist der Statiker überrascht, wenn er so etwas hört?

Klaus Petraschka: In Ottakring würde es mich weniger überraschen. Häufiger passiert so etwas bei Zinshäusern aus der Gründerzeit. Viele dieser Häuser sind heute am Ende. Man kann sagen, die Lebenszeit sind 80 bis 100 Jahre, die sind jetzt vorbei.

Aber die Hofburg steht immer noch.

Petraschka: Das ist was


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