Fußball

Austria Kärnten wird seinem Namen gerecht

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Der Fußball ist eine kleine Welt, in der sich die große spiegelt. Nehmen wir den SK Austria Kärnten. Dieser seltsame Verein wurde vor knapp drei Jahren unter abenteuerlichen Umständen gegründet (der oberösterreichische Bundesligist Pasching wurde kurzerhand nach Klagenfurt verlegt) und von Landeshauptmann Jörg Haider mit Landesgeldern (Sponsor ist die Kelag) künstlich am Leben erhalten, ehe er nach dessen Tod ungebremst in Richtung Pleite raste. Sportlich sieht es schlecht aus: Nach 20 Runden halten die Kärntner bei mageren sieben Punkten. Wirtschaftlich sind die Aussichten ähnlich düster: Die Jännergehälter konnte der Verein nicht mehr ausbezahlen. Größenwahnsinnig, dreist, fahrlässig, unfähig: Fast alles, was man über Austria Kärnten sagen kann, gilt auch für das Bundesland. Der Unterschied ist nur, dass Kärnten nicht absteigen kann.


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