Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 07/10 vom 17.02.2010

Wir und der gemeinsame Siedlungsraum

Wenn sich österreichisch-arabische Gesellschaft, Friedensplattform, KPÖ Graz, Grüne Akademie u.a. einig sind und zu einer Diskussionsveranstaltung laden, kann man sich wohl sicher sein, dass man auf der richtigen Seite steht: David gegen Goliath, und Goliath sind überraschenderweise: die Israelis. Man hat eine Expertin für Raumplanung gewonnen, die für die Stadtplanungspolitik von Jerusalem einen eigenen Ausdruck mitbringt, der schwer nach moralischer Katastrophe klingt: Urbizid. Wahlweise: schleichender Urbizid. Das Grundübel, gegen das sich Kriegsgegner unter dem Motto Wer weiß, kann nicht mehr schweigen zum Vortrag versammeln, kann man auf dem Blog der Expertin nachlesen: der Zionismus. Praktischerweise verbunden mit dem modernen Thema „Raumplanung“ kann man nachlesen, dass der israelische Rassismus der schlimmste ist und auf eine vollkommene Judaisierung hinauslaufe, unter den hilflosen Augen der demokratisch gewählten palästinensischen Volksvertretung. So wird das nichts mit einem friedlichen Miteinander. Wer keine Zeit hat, den Vortrag (3.3.) zu besuchen, kann bei gleichem Informationsgewinn die neue Ausgabe der Grazer Magistratszeitschrift lesen: Nachbarn sollten sich nicht nur grüßen, sondern einander auch kennen. Das kann von einem gewissen Mindestmaß an Kontakt und gegenseitigem Interesse bis zur Freundschaft reichen. So wird der gemeinsame Siedlungsraum sicherer und freundlicher.


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