Symposium

Die Person des Künstlers im Visier

Lexikon | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Ein Kunstwerk wird schon längst nicht mehr nur anhand der Lebensgeschichte seines Urhebers vermessen. Dennoch hat sich mit der Jahrtausendwende die Disziplin der KünstlerInnenforschung herausgebildet, die dem Biografismus des 19. Jahrhunderts auf der Basis von kultur-, sozial-, ideen- und institutionsgeschichtlichen Methoden einen erweiterten Ansatz entgegenhält. Die verschiedenen Standpunkte dieses noch relativ jungen Forschungszweigs stellt nun das von der Wiener Universität für angewandte Kunst veranstaltete Symposium „Die Wiederkehr des Künstlers“ vor. Initiiert von den Kunsthistorikerinnen Sabine Fastert und Verena Krieger sowie dem Kunsthistoriker Alexis Joachimides, tragen international renommierte Theoretiker die unterschiedlichsten Facetten des Themas vor. „Selbstverständnis und Selbstinszenierungen von KünstlerInnen“ ist das Motto der Vortragsreihen am Donnerstag. „Künstlerhabitus und Rollenmodelle“ sowie „Überschreitungen des autonomen Künstlerbildes“ werden am Freitag thematisiert, „Konstruktionen künstlerischer Kreativität“ und „Autorfunktion und Kunstgeschichte“ stehen am Samstag zur Diskussion. MJ

Universität für angewandte Kunst Wien, Ausstellungszentrum Heiligenkreuzer Hof, 4.–6.3.


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