Ohren auf: Vermischte traurige Lieder

Sammelkritik

Lexikon | Gerhard Stöger | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Nimm deine traurigen Lieder und schmeiß sie in den Mülleimer“, hat Funny van Dannen einst gesungen. Wie Johnny Cash wohl auf diesen Rat reagiert hätte? Mit Stirnrunzeln vermutlich – und einem vielsagenden Lächeln.

Sechseinhalb Jahre nach seinem Tod schickt der große Countrysänger – am 26.2. wäre er 78 geworden – eine Botschaft aus dem Jenseits. „Ain’t no grave can hold my body down“ lautet sie, und sie steht am Beginn des sinnigerweise „Ain’t No Grave“ (Universal) betitelten sechsten Teils der „American“-Reihe, die der Produzent Rick Rubin doch noch fertiggestellt hat. Angeblich als endgültigen Abschluss, was es freilich 2006 bei „A Hundred Highways“ auch schon geheißen hat. Aber wer will sich beklagen: Diese zehn einmal mehr tief berührenden Lieder – darunter Cashs letzte Eigenkomposition „I Corinthians 15:55“ – sind auf Platte definitiv besser aufgehoben als im Archiv.

Scout Niblett hat auf ihrem letzten Album „This Fool Can Die Now“ mit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige