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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Nur damit es nicht untergeht und sich der Hochnebel in der Erinnerung nicht zu einem dreimonatig dicht schließenden Deckel der Depression verdichtet: Sonntag, der 21. Februar, war fantastisch! Alle waren plötzlich hypermobil: Der Hackl vom Satz rutschte (nicht umsonst teilt er den Nachnamen mit der legendären rodelnden Weißwurst, dem Hackl-Schorsch) am Semmering durch die Gegend. Dass er im Zuge seiner Après-Rodel-Aktivitäten beobachten konnte, wie zwei ranke Russinnen wegen Nichtbefolgung des im Saunabereich herrschenden Nacktheitsgebots ebendieses verwiesen wurden (am Semmering herrscht noch Zucht und Ordnung!), würden wir nur sehr ungern verschweigen. Der Apfl alberte derweil auf Bigfoot-Skiern irgendwelche Pisten runter, und dem Bernold gelang es, den Smart Key seines Autos zu deaktivieren, worauf er per satellitengesteuerter Mikrosprengung dem Teil einen analogen Autoschlüssel entbergen und mit diesem den Wagen öffnen konnte – nicht ohne dadurch die Alarmanlage auszulösen und damit das ein oder andere Sackl Reis in der Provinz Heilongijang ins Rutschen zu bringen.

Die peripatetische Feuilleton-Fraktion trieb sich kollektiv am Cobenzl herum (jedenfalls soll das hier aus dramaturgischen Gründen behauptet werden), denn irgendwie war es dem Dusini gelungen, zwischen Bildhauernachruf und Swingerclubinterventionskunst ein Frischluftpäuschen einzulegen. Eine Woche Skiurlaub schiebt der Kralicek ein, weswegen er so viel vorarbeiten musste, dass er den Urlaub doppelt brauchen kann – irgendwie paradox, aber nicht zu ändern.


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