Kommentar

Aus der Hütte in den Palast: die Träume des Architekturzentrums

Architektur


Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Wenn das auf wissenschaftliche Akribie bedachte Museum die Antithese zu einem auf PR-Rummel bedachten Kunsthallenbetrieb ist, dann ist das Architekturzentrum Wien (AzW) ein gutes Museum. Ein Großteil der Arbeit findet im Verborgenen statt: Die Nachlässe von Architekten werden aufgearbeitet, Informationen über Baudenkmäler zusammengetragen, Bücher für die Bibliothek ausgesucht.

Und wenn der Scheinwerfer in den Ausstellungsräumen angeworfen wird, dann fällt er auf alles andere als populistische Themen: die Bauspekulation auf dem Balkan etwa oder das barrierefreie Wohnen für Senioren.

Letzte Woche propagierte AzW-Chef Dietmar Steiner seine schon etwas ältere Idee, die die kleine, umtriebige Institution in eine andere Liga heben würde: die Einrichtung eines österreichischen Architekturmuseums im Semperdepot. Gottfried Semper plante 1873 dieses Theaterdekorationsdepot, seit Mitte der 90er-Jahre wird es von der Akademie der bildenden Künste als Atelierhaus genützt.

Steiner bediente

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