Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Der neue „Zentralrat der Ex-Muslime“ will falsche Toleranz bekämpfen

Stefan Apfl

Cahit Kaya will „jenen eine Stimme geben, die sich nicht selbst zu sprechen trauen“, Muslimen, die von ihrem Glauben abgefallen sind. In Gottesstaaten wie Saudi-Arabien wird Apostasie mitunter noch mit dem Tod bestraft. In der europäischen Diaspora hat sie zumeist die Ächtung durch Familie und Community zur Folge. Mit dem Ziel, die Apostasie im Islam zu enttabuisieren, gründet der Austro-Türke Kaya, 30, gemeinsam mit Gleichgesinnten nun den „Zentralrat der Ex-Muslime in Österreich“.

Derartige Vereine existieren bereits in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien, wo sie Kampagnen initiieren und eine Plattform für muslimisch sozialisierte Atheisten ebenso wie für liberale Muslime bieten. In Deutschland etwa kooperiert die islamkritische Giordano-BrunoStiftung eng mit dem Verein, der Österreich-Ableger wird unter anderem eine Allianz mit dem Bund der Konfessionslosen bilden. Ein halbes


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