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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Das weiß natürlich auch Hans Dichand. Darum setzt die Kronen Zeitung im beginnenden Präsidentschaftswahlkampf auf ihren Leserbriefseiten verstärkt auf die FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz. Denn „Frau Rosenkranz lebt in einer intakten Familie mit zehn eigenen Kindern und hat trotzdem Zeit und Energie für eine aufreibende politische Tätigkeit, die sie ganz in den Dienst ihres Landes stellt und soziale Verantwortung übernimmt“, war da zu lesen. Auf der gegenüberliegenden Seite steht in fetten Lettern „Ein Großteil unserer Leser spricht sich für einen Austritt aus der EU aus!“. Trifft sich gut. Denn Dichand hat nicht nur nicht vergessen, dass Rosenkranz als einzige Abgeordnete gegen den EU-Vertrag von Lissabon gestimmt hat. Er hat wohl auch nicht verziehen, dass Bundespräsident Heinz Fischer diesen Vertrag trotz Krone-Kampagne unterzeichnete. Und wie kann ein Dichand einen Fischer besser ärgern als mit viel Lob für seine potenzielle Konkurrentin in der Krone?


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