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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Alle lästern über die Handykamerakids. Also das Jungvolk, das sich beim Fortgehen andauernd selbst filmt oder fotografiert, und das dann online verbreitet. Haben die nichts Besseres zu tun? Ist es notwendig, jedes Detail seines Privatlebens per Beweisfoto festzuhalten? Ja, ist es. Denn manchmal macht die Überwachung Spaß. Etwa auf der Skipiste. Dort kann man sich neuerdings bei der Abfahrt filmen lassen und das Video dann im Netz herzeigen. Skimovie heißt der Service. Man brettert dabei eine eigens abgesteckte, videoüberwachte Rennstrecke hinab und bekommt eine Aufnahme von der eigenen Performance. Die kann man auf Facebook oder YouTube verlinken. Auf der Riesneralm gibt es dieses Angebot zum Beispiel. Keine Angst: Niemand wird ohne seine Zustimmung gefilmt. Mir gefällt die Idee. Mit dem Video kann man seine eigene Abfahrt analysieren – oder online damit angeben, was man Tolles am Wochenende getan hat. Ganz ähnlich wie die 15-Jährigen. Die berichten von der Party, ich von der Piste.


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