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Medien | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Ein tschechischer Aufdeckungsjournalist brachte zwei österreichische Rüstungsmanager zum Plaudern. Mit ungewöhnlichen Methoden

Porträt: Florian Klenk, Barbara Tóth

Janek Kroupa musste Haare lassen, um seine Recherche zum Abschluss zu bringen. Über ein Jahr war der tschechische Investigativjournalist einem Panzerwagendeal zwischen der österreichischen Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeug AG & Co KG (SSF) und der tschechischen Regierung bereits auf der Spur gewesen. Indizien, dass der 543 Millionen schwere Verkauf des Pandur II nicht ohne Schmiergeldzahlungen zwischen Wien und Prag gelaufen war, hatte er. Aber keine Beweise. Also griff er zu einer ungewöhnlichen Methode.

Kroupa erfand die Legende eines tschechischen Investors namens Radvít Pokorny, der angeblich an einen streng geheimen Provisionsauftrag zwischen Steyr und einem tschechischen Lobbyisten herangekommen war und selber in das Geschäft einsteigen wollte. Den Vertrag hat es wirklich gegeben, er war allerdings nach Streitereien


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