Ficken mit Klimt und Beethoven

Feuilleton | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Der Schweizer Künstler Christoph Büchel verwandelt den Keller der Secession in einen institutionskritischen Sexhain

Ausstellungskritik: Matthias Dusini

Dem Schweizer Künstler Christoph Büchel, Jahrgang 1966, eilt der Ruf voraus, Kunstinstitutionen einem Stresstest zu unterziehen. Ein Salzburger Festival stellte etwa seine Tätigkeit ein, nachdem Büchel daran teilgenommen hatte.

Von der Secession zu einem Projekt eingeladen, hüllte er sich zunächst in Schweigen. Bis zum Tag der Eröffnung wusste niemand, womit er diesmal stressen würde. Büchel, so hieß es bloß, sei auf Montage. Weder auf der Website noch auf Werbeplakaten der Secession findet sich sein Name, mit Journalisten spricht er nicht, was aber nicht heißt, dass er nicht dennoch anwesend wäre. Und von Popstars weiß man ja, dass diese gerade durch ihre Abwesenheit in den Herzen der Fans sind und nicht dadurch, dass sie schwitzend und schwatzend mit ihnen an der Bar stehen.

Nach wochenlangen geheimen Vorbereitungen öffnete


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