Immer knapp vorm Abgrund

Feuilleton | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Endlich gibt es Weird Folk made in Austria: Rainer Binder-Krieglstein schließt Volksmusik auf würdige Weise mit Pop kurz

Feature: Sebastian Fasthuber

Wann i zum Tanzn geh / Tuat ma koa Fuaß nit weh / Wann i arbeiten geh muaß / Dann is aus mit mein Fuaß. [...] Wann i koa Göd net hab / Gib i koans aus / I bin ja koa Bank / Dass i alles verbraus“.

Für zugereiste Stadtbewohner – und, Hand aufs Herz, wer ist das nicht? – heißt es jetzt mutig sein und die halb verdrängte eigene Mundart hervorholen. Die Grazer Formation Binder & Krieglstein, hinter der sich allein der Musiker Rainer Binder-Krieglstein verbirgt, geht mit gutem Beispiel voran.

Der Steirer wagt sich auf seinem neuen, vierten Album, „New Weird Austria“, weit vor in die verminten Gebiete der Volksmusik und huldigt dem Bradln, Gstanzln und ähnlichen konsonantenreichen Vergnügungen. Als Stimmen hat er sich dafür neben seiner Stammsängerin Makki den Neue-Volksmusik-Veteran Wilfried („Ziwui Ziwui“, 4Xang), Didi Bruckmayr


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