Niedlich ist ihr Lieblingswort

Feuilleton | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Sibylle Berg schreibt böse Komödien, aber das darf man nicht persönlich nehmen. Eine Begegnung

Porträt: Wolfgang Kralicek

Bevor man Sibylle Berg trifft, empfiehlt es sich, auf der Homepage der Autorin ihre „Kleine Journalistenfibel“ zu lesen. Dort gibt Berg Antworten auf die dümmsten Journalistenfragen – in der Hoffnung, dass sie im Interview dann nicht mehr gestellt werden.

Die Frage nach Bergs Alter („ich wurde in den 60er-Jahren in Weimar geboren, fragen Sie nicht genauer nach“) erübrigt sich also ebenso wie jene nach ihrer Beziehung zu ihrem Heimatland („mit der DDR verbinden mich keinerlei Sentimentalitäten“), nach ihrer Schweizer Wahlheimat („ich wollte immer in der Schweiz leben, aus ähnlich unklaren Gründen wie denen, warum ich vom Schreiben leben wollte“) und nach ihrem Gemütszustand („außer einem leichten Autismus bin ich mopsfidel“). Schlusssatz: „Wenn Sie sich gut benehmen, freue ich mich auf ein persönliches Gespräch!“

Möglichst vorurteilsfrei


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