Welt im Zitat

Fehlleistungsschau

Feuilleton | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Würgen, Blasen, Schäumen

Zwei Herren, die an Ster- und Grissemann erinnern, und McIntosh als versoffene Lady würgen an der Geistessubstanz von Allerweltskulturwuzzis: Wortblasen, Referenzschäume und philosophische Demonstrationen über die Zusammenhänge von Wahrheit wuchern vor einem garantiert unechten Sternenhimmel.

Der Diskurstanzreferent des Standard über „Dark Matter“ von Kate McIntosh

Rieseln, Rauschen, Bohren

Winklers Bühne aber bliebe, obzwar mit Dekorum vollgeräumt, bis in den Schnürboden hinauf leer: Die da spricht, die sich die Dinge in den Blick rückt, um sie als verwandelte wieder von sich abzustoßen, ist keine Ich-Erzählerin, der mit Blick auf eine behauptete Welthaltigkeit zu trauen wäre. Mitunter kokettiert Winklers eigensinniges Beharren auf Windrauschen und Sandrieseln mit dem Kitsch; das unablässige Bohren und Schrauben ihrer ebenso beweglichen wie geschmeidigen Sprache zerstreut solche Befürchtungen jedoch im Nu.

Der Standard über Andrea Winklers Roman


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