Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

... dass Rudolfsheim-Fünfhaus gefährlich ist. Sonntag früh schoss ein Mann vor einer Disco um sich, sieben Schüsse gab er ab. Medien zufolge ging es um eine Frau; nach anderer Darstellung war die Aufforderung eines Sicherheitsmanns, die Baseballkappe abzunehmen, Anlass. Verletzt wurde niemand, der Mann floh in einem Mercedes mit deutschem Kennzeichen. Die Polizei bittet unter der Telefonnummer 031310/258 00 um Hinweise.

… dass die Leopoldstadt abbruchreif ist. Zumindest scheint es am Donaukanal so, wo das ehemalige Opec-Hauptquartier schon fast Vergangenheit ist. An seine Stelle kommt die neue Raiffeisen-Zentrale, womit der Bankkonzern fast schon Immobilienmonopolist am Kanal ist. Die Opec übersiedelt in die Wipplingerstraße.

… dass der Tod endlich wieder ein Sozialdemokrat ist. Die Liberalisierung des Bestattungsmarktes ist gescheitert, seit die Gemeindetochter Bestattung Wien in der Vorwoche den privaten Konkurrenten Perikles übernommen hat. Vor einem Jahr wurde schon die Kärntner Firma Pax geschluckt.

... dass Helmut Seethaler, seines Zeichens „Zettelpoet“ und Stadtfigur, eine bedingte zweimonatige Haftstrafe wegen Sachbeschädigung ausgefasst hat. Seethaler verzierte 13 Steinplatten im Museumsquartier. Er will – wie in den vergangenen 35 Jahren – weitermachen.

... dass der „Cable Liner“, Wiens Anwort auf die Verbindung von ÖBB und U-Bahn, wackelt. Der Rechnungshof warnt, die immensen Baukosten würden sich nicht rentieren. Nun geht das Rathaus auf Distanz; eine Machbarkeitsstudie liege erst im März vor, sagte SPÖ-Planungsstadtrat Schicker.


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