Die 80 Schätze des Buddha

Stadtleben | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Hoffnungsloser Ort, übles Design – gute Voraussetzungen für beste Chinaküche

Lokalkritik: Florian Holzer

Heute ist chinesisch essen zu gehen ja chic und cool. Vor 20 Jahren war das anders, da war’s billig, süß-sauer und proll. Mit Stäbchen zu essen und nachher Pflaumenschnaps gratis zu bekommen, das war damals schon die Sensation.

Dann tauchten aber diese anderen Chinarestaurants auf, die angeblich echten. Sie wurden als Geheimtipp von Ohr zu Ohr geflüstert. Gemein war ihnen, dass sie hoffnungslos gelegen und architektonisch von beeindruckender Hässlichkeit waren. Und dass man da Unglaublichkeiten wie Hühnerfüße, Entenzungen, Froschschenkel und Hühnermägen serviert bekam. Scary!

Das Tsing Tao hinterm Westbahnhof etwa, das Alte Sichuan in einem Leopoldauer Gemeindebau, die Goldenen Zeiten in den Outskirts Strebersdorfs oder das Orient-Gourmet hinter den bürgerlichen Linien Gersthofs (Green Cottage und Jumbo beschädigen die These der obligatorischen Peripherie, ich weiß, diese


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