Der Keim des Todes

Steiermark | aus FALTER 08/10 vom 24.02.2010

Wieso sterben sechs Menschen am Verzehr eines steirischen Käses? Die Chronologie eines Lebensmittelskandals

Reportage: Maria Motter, Donja Noormofidi

Das Haus des Hartberger Lebensmittelherstellers Prolactal ist zitronengelb gestrichen und steht in einem Industriegebiet an der Einfahrtsstraße in die oststeirische Kleinstadt. Hier soll also der „Killer-Käse“ herkommen, wie die deutsche Bild-Zeitung ihn bezeichnet. Ein Lastwagen mit slowakischem Kennzeichen verlässt das Industriegebiet, in dem auch andere Unternehmen angesiedelt sind, ein tschechischer Lebensmittel-Laster fährt hinein.

Dass mit dem geruchsintensiven Quargel aus Hartberg etwas nicht stimmen könnte, drang am 23. Jänner an die Öffentlichkeit. Damals startete Prolactal eine harmlos klingende Rückholaktion von „Hartberger Bauernquargel“, „Steirischer Quargel“ und „Fastenkäse“ aus den Supermarktregalen – wegen „Listerien in einzelnen Proben“ aus „Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes“,


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