Apostasie

Politik | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Apostasie bezeichnet den Abfall vom Glauben. Laut dem Koran darf niemandem eine Religion aufgezwungen werden („kein Zwang“). Die Scharia, die islamische Gesetzgebung, schreibt in der klassischen Interpretation dennoch die Todesstrafe vor. Unter muslimischen Gelehrten ist dies allerdings seit jeher eine strittige Frage

Während Apostasie etwa im Iran mit dem Tod bestraft wird, sprechen die Vertreter der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich von einem „Missverständnis“ und plädieren für die Wahlfreiheit. Laut ihnen ist ein Muslim theologisch gesehen dann kein Muslim mehr, wenn er „Allah nicht mehr im Herzen trägt“

Rechtlich gesehen genügt eine Abmeldung von der Glaubensgemeinschaft beim österreichischen Kultusamt, das im Bildungsministerium angesiedelt ist ( www.bmukk.gv.at/ministerium/kultusamt). Allerdings sind Muslime nicht automatisch Mitglied der Glaubensgemeinschaft


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