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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Ich dachte schon, ich wäre total gestört. Aber anscheinend bin ich nicht die einzige Person, die noch vor dem Aufstehen E-Mails checkt. Laut einer britischen Studie liest jeder vierte junge Mann gleich nach dem Aufwachen seine digitale Post am Handy. 18 Prozent liegen noch im Bett, während sie Social Networks wie Facebook oder Twitter aufrufen. Vielleicht wird die Menschheit deswegen aussterben: weil wir unter der Decke nur mehr unsere Gadgets begrapschen. Nichtsdestotrotz mag ich das frühmorgendliche Knöpferldrücken. Es lässt mich munter werden. Radiosendungen überfordern mein noch benebeltes Hirn. Den Snooze-Button auf meinem Wecker drücke ich alle fünf Minuten und stehe trotzdem nicht auf. Das ist die pure Folter. E-Mails hingegen helfen mir am Morgen. Wenn ich sie schlaftrunken lese, werde ich schnell in die Realität zurückgeholt und erinnere mich, dass ein neuer Tag mit Terminen und sozialen Verpflichtungen wartet. Klingt trist, ist aber besser als Verschlafen.


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