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Medien | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Ob Staus oder Benzinpreise: Das Navi wird klüger

Prüfbericht: Thomas Vašek

Es gibt noch erfreuliche Entwicklungen. Zum Beispiel geht der Trend zum funktionierenden Navigationssystem. Praktisch jedes Markengerät findet heute immerhin die richtige Route. Wem das reicht, der kann beim Kauf nicht viel verkehrt machen.

Für Vielfahrer, Technik-Geeks oder gelangweilte Beifahrer gibt es jetzt Navis mit Internetanbindung. Geräte wie das TomTom Go 950, das Medion GoPal 4635 oder das Navigon 6350 greifen über GSM-Modul auf diverse Livedienste zu. Die Geräte (zwischen 300 und 350 Euro) zeigen dem Fahrer unter anderem Staumeldungen in Echtzeit an, die aus anonymisierten Bewegungsprofilen von Handynutzern ermittelt werden. Außerdem bieten sie Informationen zu Benzinpreisen oder freien Parkplätzen in der Umgebung, eine lokale Google-Suche – und Warnungen vor Radarfallen und Blitzern. Dazu spannt man die Navi-Nutzer als Späher ein: Wer einen Blitzer sieht, kann das über sein Navi an die Zentrale funken.

Nach einer kostenfreien Nutzungsdauer bezahlt man für die Dienste zwischen fünf und zehn Euro monatlich, allerdings sind noch nicht alle Services in allen Ländern verfügbar. Der vernetzte Autofahrer hat sicherlich Zukunft. Was fehlt, ist allerdings die direkte Kommunikation von Blechschüssel zu Blechschüssel.

Meine Idee: Navis mit Beamer, die Botschaften für nachkommende Fahrzeuge gleich in die Heckscheibe projizieren. Zum Beispiel „Abstand halten“, „Blitzstau“ – oder einfach nur eine unmissverständliche Fingergeste.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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