Wie die Glotze vom Patschenkino ins Museum kommt

Feuilleton | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Die Ausstellung „Changing Channels“ erinnert an jene optimistischen Zeiten, als die Künstler noch ans Fernsehen glaubten

Reportage: Matthias Dusini

Das Fernsehen sei einem verglühenden Stern vergleichbar, findet Kurator Matthias Michalka, der im Museum moderner Kunst (Mumok) gerade mit dem Aufbau der Ausstellung „Changing Channels“ (Eröffnung: 4.3., 19 Uhr) befasst ist. Und Michalka verweist darauf, dass ein Medium seine utopische Dimension gleich zweimal entfalte: zunächst im Moment seines Auftauchens und dann wieder in jenem seines Entschwindens.

Endlich würde die zeitgenössische Kunst bis in die Wohnzimmer hineinfunken, dachte man sich in den 70er-Jahren. Zahlreiche Werke zeugen von diesem Optimismus. Chris Burden etwa gestaltet einen Werbespot, in dem die wichtigsten Figuren der Kunstgeschichte aufgezählt werden: Zwischen Waschmittel- und Seifenwerbung tauchen auch die Namen Michelangelo, Rembrandt und Burden auf.

Auf übereinandergestapelten Monitoren läuft ein Videoexperiment


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