„Ich war noch nicht fertig mit dieser Familie“

Feuilleton | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Der dänische Filmemacher Thomas Vinterberg über die Fortsetzung seines Welterfolgs „Das Fest“, die er als Theaterstück am Burgtheater inszeniert

Interview: Wolfgang Kralicek

Zu Papas 60. Geburtstag hat sich Michael eine böse Überraschung einfallen lassen. In seiner Tischrede berichtet der Sohn vor der ganzen Großfamilie, wie der Vater ihn und seine Schwester Linda, die inzwischen Selbstmord begangen hat, als Kinder sexuell missbrauchte.

Die Szene ist der Höhepunkt des Films „Das Fest“ („Festen“), der den dänischen Filmemacher Thomas Vinterberg 1998 über Nacht berühmt gemacht hat. „Das Fest“ war aber nicht nur im Kino, sondern auch auf der Bühne ein Welterfolg. Die Theaterfassung lief unter anderem am New Yorker Broadway und im Londoner Westend; allein im deutschen Sprachraum gab es rund 70 Inszenierungen (darunter eine im Theater in der Josefstadt).

Zwölf Jahre nach dem „Fest“ hat Thomas Vinterberg nun eine Fortsetzung geschrieben: Der Tod des Vaters bringt die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige