Spiel mit dem Feuer

Stadtleben | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Ein neues Gesetz verbietet Fußballfans das Zündeln. Das gefällt denen gar nicht

Bericht: Christoph Heshmatpour, Simon Hirt

Sebastian erinnert sich noch gut an sein erstes Stadionerlebnis. Er war acht Jahre alt und der Papa sein Begleiter. Die Ausflüge ins Stadion wurden in den kommenden Jahren ein Fixpunkt, doch in der Pubertät war es dann nicht mehr das Gebolze auf dem Hütteldorfer Spielfeld, das den Rapid-Fan beeindruckte – es waren Rauch und Feuer im Fansektor.

Da tost und zischt es, und danach werden die Leute auf der Tribüne zu einer amorphen Masse, versunken hinter einer mehrfarbigen Nebelwand. Da blenden grellorange Feuer die Zuschauer, und die Fans setzen damit ein starkes Zeichen: Wir sind eins, wir sind stark, wir machen Licht und Lärm und genießen es.

„Pyro transportiert eine unbeschreibliche Stimmung“, schwärmt Sebastian, 23, der seinen Nachnamen nicht in der Zeitung lesen will. „Es strahlt Freude aus und zieht dich in seinen Bann.“ Bei einem Testspiel in Sopron


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige