Basics

Grundkurs Kochen (66)

Stadtleben | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Den Würsteln ist die Linse gleich, Veganer lieben Linsenstreich

Wer es gerne milch-, ei- und fleischfrei mag, die Löcher vom Jausenbrot aber nicht nur mit Margarine (in der Regel auch nicht frei von Milchbestandteilen) zuschmieren will, dem sei ein Rote-Linsen-Aufstrich ans Herz gelegt. Diverse Biohersteller haben es zwar traditionellen Firmen wie Tartex gleichgetan und vergleichsweise günstigere und auch sehr schmackhafte Brotaufstriche auf den Markt gebracht. Wer seinen Papillen jedoch Urlaub von Nährhefe, Hefeextrakten und Co gönnen mag, der kann sein Gebäck mit Selbstgemachtem auffetten.

Dazu nehme man eine Tasse rote (Bio-)Linsen, die man mit einem Schuss Öl seines Vertrauens heiß werden lässt. Man gibt eine Tasse Wasser dazu, Salz und Chili je nach Belieben, und bringt das Ganze zum Kochen. Den E-Herd ausschalten, den Gasherd auf die kleinste Flamme stellen, Deckel drauf. Hin und wieder sollte mal umgerührt, eventuell noch Wasser nachgegossen werden. Bloß nicht zu oft, nach jedem Öffnen geht Hitze verloren! Wenn sich die Linsen mit der Gabel leicht zerdrücken lassen, ist der Kochvorgang abgeschlossen.

Nun sind die Würzprofis gefragt. Die Palette reicht von B wie Basilikum über G wie Gomasio (geschroteter Sesam mit Salz) bis R wie Ras el Hanout (eine hervorragende Gewürzmischung aus dem nordafrikanischen Raum). Wem es aber nach Aktivierung der Fleischregion im Gehirn steht, der kann kleingewürfelte rote Paprika beigeben und sich aus weiter Ferne an die Pikantwurstbrote seiner Jugend erinnern. MS


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