Unter der Treppe

Stadtleben | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Gastronomische Nutzung urbanen Stauraums: das Fillgrader unter der Stiege

Die „Location“ ist ein äußerst komplexer Umstand. So komplex, dass Standort eines Lokals, Gestaltung und kulinarische Interpretation dieses Zusammenspiels gar nicht selten wichtiger erscheint als die Qualität des Essens.

Das Jules Verne ist sicher nicht nur deshalb eines der gebuchtesten Restaurants in Paris, weil es von Sternekoch Alain Ducasse geleitet wird oder weil die Brasse mit Chicoree um 90 Euro so eine Okkasion wäre, sondern weil es sich auf 125 Meter Höhe im zweiten Stock des Eiffelturms befindet. Und die Fusionsküche des Ufo in Bratislava ist eh lustig – wäre an einer anderen Stelle als in 80 Meter Höhe auf dem Steher der Neuen Brücke aber vielleicht weniger interessant.

Besonders die kulinarische Urbarmachung öffentlicher Infrastruktur hatte ja immer schon irgendwie seinen Reiz. Das war offenbar auch der Grund, weshalb man schon vor 25 Jahren anlässlich einer Sanierung der jugendstiligen


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