Sputnik im Theaterkosmos

Steiermark | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Mit dem ungarischen Regisseur Viktor Bodó ist ein ungewöhnliches Enfant terrible am Grazer Schauspielhaus groß geworden

Porträt: Hermann Götz

Kein anderer Regisseur hat der Intendantin des Grazer Schauspielhauses, Anna Badora, bislang so viele Erfolge beschert wie dieser Viktor Bodó: Seine „Alice“ erhielt einen Nestroy und war bei den Salzburger Festspielen sowie beim „Radikal jung“-Festival München eingeladen, seine Handke-Bearbeitung wird im Mai beim Berliner Theatertreffen präsentiert. Das ist bislang noch keiner Produktion aus Graz gelungen. Dabei spricht der blasse Ungar, den sein Bandscheibenleiden während des Falter-Gesprächs zu einer etwas steifen Haltung nötigt, kein Wort deutsch. Und er ist in Graz, dem Ort seiner letzten großen Erfolge, eine weitgehend unbekannte Persönlichkeit geblieben.

Badora hat den ungewöhnlichen Regiekünstler bereits in ihrer ersten Saison vorgestellt, als sie aus Düsseldorf die Ambition mitbrachte, Graz künstlerisch genau dort zu


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