Vom unsanften Untergang des Postfeminismus

Steiermark | aus FALTER 09/10 vom 03.03.2010

Eine kleine Polemik der Grazer Schriftstellerin Olga Flor anlässlich des internationalen Frauentags

Gastkommentar: Olga Flor

Ja, Frausein ist schön. Irgendwann in meinen frühen Zehnern, als mir auf einmal klar wurde, was mich von den Figuren in den Romanen und Reiseberichten, die mich am meisten faszinierten, unterschied, und das waren Polarforscher, Matrosen, die ich aufgrund irgendeines grundsätzlichen Missverständnisses für äußerst abenteuerlustige Gesellen mit einem interessanten Beruf hielt, Weltraumreisende, Ritter, Indianerhäuptlinge (Cooper’scher Ausformung) und ähnliches, verstand ich, dass aus mir eine Frau werden würde, und ich beschloss, dass das eine feine Sache wäre, und fasste den Plan, dass aus mir all das und noch viel mehr auf einmal werden könnte. Pippi Langstrumpf konnte das auch (ja, es gab ein paar interessante weibliche Identifikationsfiguren, die Frage, warum es so wenige waren, stellte ich mir damals noch nicht). Und mir ist es ja auch wunderbar gelungen.


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