Niederösterreich Vernissage

Streben nach Einfachheit

Lexikon | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

Obwohl sie die klaren Flächen Gaugins, die Energie seiner Konturen und die Glut seiner Farben genauso schätzte wie Böcklins Natursymbolismus, so begriff Paula Modersohn-Becker (1876–1907) intuitiv die Lehre Cézannes. Unter seinem Einfluss reduzierte sie die natürliche Erscheinung von Landschaften und Figuren auf ihren formalen Kern. Sie nahm derart vieles vorweg, wofür später agierende männliche Kollegen gerühmt wurden. Erst nach ihrem frühen Tod wurde ihr umfangreiches Werk gesichtet und nach und nach dessen Qualität erkannt. Mit 85 Gemälden (Porträts, Landschaften und Stillleben) und 60 Zeichnungen wird dieser „Pionierin der Moderne“ eine erste Retrospektive in Österreich gewidmet. MJ

Kunsthalle Krems, Sa 11.00, bis 4.7.


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