Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Redaktion erklärt das Heft

Falter & Meinung | aus FALTER 10/10 vom 10.03.2010

Die deutsche Öffentlichkeit kommt aus der Debatte nicht heraus, in Salzburg ist eben ein Erzabt zurückgetreten. Nun deckt die steirische Redaktion des Falter mindestens 20 Fälle von sexuellem Missbrauch im südöstlichen Österreich auf. Gerlinde Pölslers Covergeschichte ist ebenso erschütternd wie erstaunlich: Der des Missbrauchs Schuldige scheint nicht allzu sehr beschwert von seinen Taten, die kirchlichen Verantwortlichen nehmen die ganze Sache ebenfalls recht leicht: Andere Konsequenzen als zwei Stunden beim Psychiater gab es für den Mann kaum. Er amtiert nach wie vor als Pfarrer in seiner Gemeinde, nur an Schulen darf er nicht mehr unterrichten (Seite 40).

Es gibt ein anderes Österreich. Die gebürtige Afrikanerin Beatrice Achaleke hat eine präzise Vorstellung, wie es aussehen könnte, Sibylle Hamann hat sie aufgezeichnet (Seite 10). Udo Proksch formte Österreich (oder Teile davon) nach seinem Bild – die Generation der „45er“ war dafür empfänglich. Barbara Tóth analysiert anlässlich des neuen Films von Robert Dornhelm, warum (Seite 16). Wien, die Kunststadt, lässt sich in der Kunsthallen-Schau „Lebt und arbeitet in Wien“ besichtigen; Matthias Dusini hat nachgesehen (Seite 22). Christopher Wurmdobler begleitete die Clown-Doctors einen Tag lang. Und fand, dass es gut war (Seite 30). Red


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige